heute

Das Berlin-Istanbul-Quartier wurde 2014 in Berlin gegründet und versteht sich zunächst als virtuelle Galerie, die mit KünstlerInnen, beheimatet in verschiedenen Ländern, kollaboriert.

Diese Kollaboration soll wachsen, sich über Ländergrenzen hinwegsetzen, sein Recht auf Verschiedenheit wahrnehmen und in Form von digitalen und analogen Ausstellungen präsentieren.

Was hier von Kunst- und Kulturschaffenden und Kunstkonsumenten erwartet wird, ist die Entstellung von Grenzen. Denn bei aller Flexibilisierung und Globalisierung ist die kulturelle Perspektive auf eine Bewegung nach wie vor dominiert durch Ausschluss und Grenze. Entsprechend groß ist der Bedarf an Entstellung. [1]

Was macht das Quartier?

Das Berlin-Istanbul-Quartier veranstaltet auf der europäischen Landkarte punktuell Ausstellungen mit den vernetzten KünstlerInnen. Themenschwerpunkte sind Globalisierung, Grenzen, Entgrenzung, Migration.

[1] Ute Gerhard: Nomadische Bewegungen und die Symbolik der Krise. Opladen, 1998.

morgen

Das Projekt der Vernetzung findet zurzeit statt und soll bis 2016 soweit wachsen, um 2016 einen Migrationsprozess zu inszenieren. European Contemporary Art Migration.

Was wird aus dem Quartier?

Istanbul wird im Jahre 2016 Standort des Berlin-Istanbul-Quartiers. Als Artist Residency werden Ateliers und Möglichkeiten der kreativen Zusammenarbeit angeboten. Die einquartierten KünstlerInnen bieten Workshops an und werden in der Galerie ausstellen. Eine Bühne für Performances, Lesungen und kleine Konzerte wird den KünstlerInnen zur Verfügung stehen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verlagerte sich der Fokus der Kunstgeschichte auf die Vereinigten Staaten von Amerika, Europa folgt diesem kulturellen Vorbild in vielen Bereichen. Doch was passiert mit diesem Vorbild, wenn es wieder zu seinem Ursprung (hier Europa) zurückkehrt und wächst?
In Form einer Re-Migration bzw. einer Retrospektive dieses Einflusses werden kulturelle Grenzen vermischt, aufgehoben und kreativ neu zusammengesetzt, weil man voneinander lernt, weil man ein Recht auf Verschiedenheit und Verschmelzung hat.